Manchester-Kodierung

Bei der Manchester-Kodierung werden 0- und 1- Bits nicht durch einen Pegel, sondern durch Flanken repräsentiert. Dies hat den Vorteil, daß der Pegel der Übertragungsleitung niemals längere Zeit gleich bleibt, sondern immer zwischen 0 und 1 schwingt. Es kommen niemals mehr als zwei 0 oder zwei 1 hintereinander vor. In der Fachsprache wird die Manchester-Codierung auch "frei von Gleichspannungsanteilen". 

Beispiel:

Soll der Wert 255 übertragen werden, so sind das 8 1-Bits hintereinander (255 binär = 11111111). In Manchester ist das 0101010101010101, wobei immer 2 Einheiten zusammen gesehen werden: Jeder 01-Übergang repräsentiert eine "1", während ein 10-Übergang als "0" übersetzt wird.

Dezimal Binär Manchester
0 00000000 1010101010101010
240 11110000 0101010110101010
169 10101001 0110011001101001

Man sieht zweierlei: Zum Einen kommen niemals mehr als 2 "1" oder "0" hintereinander vor, zum Anderen wird die Übertragung länger (oder die Frequenz müßte höher werden). Dadurch, daß immer eine "01" oder "10" übertragen wird, hat man auch eine zuverlässige Fehlererkennung: "11" oder "00" dürfen als Datenpaket nicht vorkommen - und daß zwei Übertragungseinheiten hintereinander verfälscht werden, ist relativ unwahrscheinlich.